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MSI - Paket-Format der Zukunft?

Microsoft hat mit dem 'Microsoft Installer Service' (kurz MIS) eine Software Konfigurations Engine erstellt, welche von einer ganzen Reihe von Herstellern als Standardformat verwendet wird. Während einige glaubten, dass dies das Ende für Dritthersteller im Markt der Software Distributionstools sei, ist die Realität, dass Microsoft nur einen 'Service' bereitstellt, welcher dann von Drittherstellern genutzt werden soll. Somit ist der MIS nichts anderes als ein 'Interpreter' für ein neues Packageformat.

 

Wer aber die Verarbeitung eines solchen Packages wann und unter welcher Business Logik anstösst, ist eine Aufgabe, die Microsoft den Drittherstellern überlässt, was der typischen Business Logik von Microsoft in den vergangenen Jahren entspricht. Man definiert Basistechnologien, nicht aber deren Integration in das Umfeld des Kunden mit seinen betrieblichen Abläufen.

 

Während Columbus 3.5 bereits in der Lage war, MSI Packages über das RUN Kommando mit Errorlevel zu installieren, verfügt Columbus 5 und höher über ein eigenes Kommando zur Installation von MSI Packages, wodurch die volle Kontrolle gewährleistet ist.

Weitere Fakten:

  • MSI erlaubt keine Bandweitenlimitierung. Grosse Packages können deshalb den Netzwerkverkehr massiv stören oder gar lahm legen
  • MSI Packages können nur soweit customisiert werden, wie der Hersteller dies erlaubt.
  • Das Gerücht, dass Konflikte zwischen Applikationen aufgrund der MSI Components verschwinden, ist leider wirklich nur ein Gerücht
  • MSI Installationen und Repair sind um Faktoren langsamer als Columbus Installationen derselben Applikation
  • MSI Packages benötigen oft ein mehrfaches an Speicherplatz auf dem Package Share, womit eine Verteilung über CD ROM weitgehend unmöglich ist
  • Die effektiv übertragene Anzahl Bytes auf dem Netz ist um ein mehrfaches höher